Maria Burkhardt

Die Innovation: Landeszentrum Jugend + Kommune

Das Landeszentrum Jugend + Kommune ist eine landesweite Kommunal- und Organisationsberatung für Kinder- und Jugendbeteiligung in Sachsen-Anhalt. Es unterstützt Landkreise, kreisfreie Städte und Gemeinden dabei, langfristige Beteiligungsstrukturen für junge Menschen aufzubauen und in das reguläre Verwaltungshandeln zu integrieren. Dazu analysiert das Landeszentrum zunächst den Ist-Stand, entwickelt gemeinsam mit Kommunen geeignete Strategien und begleitet die Umsetzung neuer Beteiligungsformate, Kommunikationswege und Prozessketten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Veränderungsmanagement. Verwaltung und Politik werden befähigt, ihre Routinen so zu verändern, dass Kinder und Jugendliche ernsthaft in Entscheidungen einbezogen werden, statt nur symbolisch beteiligt zu sein. Das Landeszentrum bietet rechtliche Beratung (u. a. zu den Vorgaben des Kommunalverfassungsgesetzes), Fachvorträge, Moderation von Dialogprozessen sowie Qualifizierungen für Fachkräfte und junge Menschen. Pilotkommunen erhalten zudem eine finanzielle Anschubförderung, um neue Beteiligungsformate zu erproben und dauerhaft zu verankern. In mehreren Förderrunden wurden so Projekte gestartet, in denen Kinder und Jugendliche z. B. Stadtviertel erkunden, Gefahrenstellen benennen oder gemeinsam mit der Verwaltung Jugendfreundlichkeit in der Kommune gestalten. Das Landeszentrum ist organisatorisch bei KinderStärken e.V. und der Hochschule Magdeburg-Stendal angesiedelt und verbindet damit wissenschaftlich fundierte Kindheitsforschung mit kommunaler Praxis. Als soziale Innovation gilt dieses Modell landesweit als Leuchtturmprojekt, weil es nicht einzelne Projekte, sondern ganze kommunale Systeme in Richtung Beteiligung transformiert. 

Die soziale Innovatorin: Maria Burkhardt

Maria Burkhardt ist die Projektleitung des Landeszentrums Jugend + Kommune, das sie seit 2017 verantwortet. Die Innovatorin studierte Angewandte Kindheitswissenschaften an der Hochschule Magdeburg-Stendal und schloss 2012 mit dem Bachelor of Arts ab, bevor sie als Projektkoordinatorin bei KinderStärken e.V. einstieg. Seit 2012 arbeitet sie dort an Projekten zur Kinder- und Jugendpartizipation und hat maßgeblich dazu beigetragen, das Landeszentrum als landesweite Fach- und Servicestelle aufzubauen. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der kommunalen Kinder- und Jugendpartizipation, in Kinderrechtsbildung sowie in der Entwicklung von Beschwerdewegen für Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus engagiert sich die Innovatorin in bundesweiten Netzwerken, etwa in der Bundesarbeitsgemeinschaft Kommunale Kinderinteressensvertretung e.V. und im Netzwerk „KiMi – Kinderinteressen im Mittelpunkt“. Seit 2025 begleitet Maria Burkhardt die Landeshauptstadt Hannover als Sachverständige für den Verein Kinderfreundliche Kommunen e. V. Als Mitautorin des Fachbeitrags „Ein praktischer Ansatz zur Jugendbeteiligung im ländlichen Raum: Das Beispiel KinderStärken e.V. in Sachsen-Anhalt“ bringt Burkhardt ihre Praxiserfahrungen in den wissenschaftlichen Diskurs ein. In Interviews und Fachartikeln betont sie immer wieder, dass Jugendbeteiligung nicht nur einzelne Projekte braucht, sondern verlässliche Prozessketten in der Verwaltung, die junge Menschen dauerhaft einbeziehen. Als Leiterin des Landeszentrums moderiert sie Fachtage, Austauschforen und Qualifizierungen und ist zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen, die Jugendfreundlichkeit und Mitbestimmung stärken wollen. Mit ihrer Kombination aus kommunaler Praxis, wissenschaftlicher Fundierung und Netzwerkarbeit verkörpert Maria Burkhardt eine Innovatorin, die Kinderrechte und Beteiligung systematisch im politischen Alltag verankert.

Letzte Änderung: 25.09.2026 -
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